Formel 1-Legende Jacky Ickx lenkt Auto Union Typ C von 1936 beim GP Monaco Historique

Auf einen ganz besonderen Moment freuen sich die Fans des historischen Motorsports, wenn am 12. und 13. Mai im Fürstentum Monaco große Rennzeiten wieder aufleben. Beim Grand Prix Monaco Historique treffen Formel-Fahrzeuge aus verschiedensten Epochen aufeinander und machen damit nicht nur die Motorsport-Geschichte Monte Carlos erlebbar. Auf der weltberühmten Formel 1-Strecke erwartet die Fans täglich ein Sonderlauf als exquisites Highlight: Der Auto Union Typ C aus dem Jahr 1936 donnert mit seinen 16 Zylindern durch die Straßen. Am Lenkrad eine Legende: Formel 1- und Le Mans-Ikone Jacky Ickx.

Formel 1 Legende steuert den Auto Union Typ C auf dem Stadtkurs (Foto: Audi)
Formel 1 Legende steuert den Auto Union Typ C am kommenden Wochenende beim Monaco Grand Prix Historique (Foto: Audi)

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Der Auto Union Typ C war in der Rennsaison 1936 das Maß aller Dinge. Die Geschichte des größten Fahrers der Auto Union, Bernd Rosemeyer, ist untrennbar mit dem Typ C verbunden. 520 PS aus 16 Zylindern trieben den Silberpfeil auf bis zu 340 Stundenkilometer. Der von Ferdinand Porsche entwickelte Wagen gilt als „Großvater der heutigen Formel 1“. Dessen wichtigstes Konstruktionsmerkmal war der hinter dem Fahrer und vor der Hinterachse angeordnete 16-Zylinder-V-Motor mit sechs Litern Hubraum. Der erste erfolgreiche Formel-Rennwagen, in dem der Pilot den Motor nicht vor sich hatte. Der Auto Union Typ C gewann 1936 drei von fünf Großen Preisen, die Hälfte der Rundstrecken-Rennen und alle Bergrennen. Bernd Rosemeyer wurde in diesem Jahr Europameister, Deutscher Meister und Deutscher Bergmeister. Was ihm nicht gelang: in Monaco zu gewinnen. Bester Auto Union-Pilot war dort 1936 und 1937 Hans Stuck, der erst Dritter und dann Vierter wurde.

In Monaco 2012 drückt am Steuer des Auto Union Typ C eine andere Ikone des Motorsports aufs Gaspedal – Jacky Ickx. Es wird kaum einen erfahreneren Piloten in der internationalen Motorsport-Szene geben als den Belgier. Zwölf Jahre fuhr er Formel 1 in einer Zeit, als die Piloten noch bei steter Lebensgefahr ins Cockpit stiegen. Zweimal wurde er Vize-Weltmeister.

Durch seine sechs Siege bei den 24 Stunden von Le Mans trug Jacky Ickx irgendwann den Ehrentitel „Mr. Mans“. Ein Rekord, der für die Ewigkeit zu halten schien, bis Tom Kristensen im Audi R8 und R10 seinen siebten Sieg feierte. Jacky Ickx freut sich auf seinen Auftritt in Monte Carlo im Auto Union Typ C: „Mit so einem Auto an so einem Ort fahren zu dürfen, ist ein Privileg.“

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